Seit einem Jahr besteht der neue Pfarrgemeinderat (PGR) der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg.
24 Männer und Frauen wurden aus den sechs Gemeinden der Seelsorgeeinheit gewählt. Damit arbeiten in diesem neuen Gremium Pfarrgemeinderäte aus den Weinheimer Pfarreien St. Laurentius, Herz Jesu und St. Marien, aus St. Jakobus mit seinen Sachsendörfern, aus St. Johannes in Leutershausen und aus der Pfarrei Herz Jesu Oberflockenbach zusammen.
Ein Jahr Pfarrgemeinderat
Aus diesen Reihen wurden die im Pfarrgemeinderat notwe- nigen Funktionen besetzt: So gibt es aus diesem Gremium heraus und durch Zuwahl einen Stiftungsrat, der für alle rechtlichen und finanziellen Belange der Seelsorgeeinheit zuständig ist. Diese Aufgaben in den einzelnen Gemeinden regeln vor Ort Stiftungsausschüsse, deren Mitglieder die Vertreter des Stiftungsrats aus den entsprechenden Gemeinden und weitere berufene Personen sind. Um das geistliche und soziale Leben und die Verkündigung in den einzelnen Gemeinden zu gestalten, wurden durch PGR-Mitglieder Mitwirkende für Gemeindeteams gesucht und größtenteils bereits ernannt. Sie führen viele Aktivitäten vor Ort weiter, und versuchen neue Projekte in die Wege zu leiten, um die Gemeindemitglieder im Glauben zu stärken, den Glauben neu zu beleben und das Miteinander zu pflegen.
Mit dieser auf den ersten Blick nicht sehr einfachen Struktur soll den vielen unterschiedlichen Pfarreien der Diözese Freiburg Raum gegeben werden, ihre Besonderheiten zu bewahren. Es bleibt aber für alle Beteilig- ten eine große Herausforderung, diese Strukturen für die Gemeinden passend zu gestalten, ohne alles anzugleichen. Den Glauben lebendig zu halten ist für alle wichtig
So stand auch die Vision der Seelsorgeeinheit „Im Vertrauen auf Gott – eine lebendige Gemeinschaft – offen für alle“ als Motto bei der Klausurtagung im März. Alle Pfarrgemeinderäte, Pfarrer und hauptamtlichen Mitarbeiter trafen sich zu einem zweitägigen Austausch in Ritschweier. Im Vordergrund stand das persönliche Kennenlernen der einzelnen Mitglieder, um als Gruppe zusammenzuwachsen. Georg Roller leitete als Coach die Pfarrgemeinderäte an diesem Wochenende an. Er gab Impulse, die eigene Motivation zu reflektieren. Diese Gedanken führten über Gespräche und kreative Einheiten zu einem Ideenaustausch, wie unsere Kirchengemeinde in zehn Jahren idealerweise aussehen könnte, wie das Zusammenwachsen der Pfarreien gestärkt oder Angebote für alle Pfarreien auf den Weg gebracht werden könnten. Aber auch ganz konkrete Projekte wurden angedacht. Die Pfarrgemeinderäte diskutierten über Aspekte der Flücht- lingsarbeit, einen möglichen Kirchentag für die Seelsorgeeinheit, über Projekte, die das Verständnis für Liturgie fördern, über die Frage, was eine „einladende Gemeinde“ ist und wie „einladende Gemeindehäu- ser“ aussehen sollen, und welche Methoden es für Gemeindeentwicklung geben kann.
Die Pfarrgemeinderäte haben die nicht immer leichte Aufgabe, allen Wünschen, Anregungen und Kritiken der einzelnen Gemeindemitgliedern gerecht zu werden. Bei allen zeigte sich jedoch an diesem Wochen- ende die Hoffnung und der Optimismus, dass die Kirchengemeinde Weinheim-Hirschberg auf einem guten Weg ist, zu einer Einheit zu werden. ●
